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  • AutorenbildAntje Przyborowski

Die größte Katastrophe ist das Vergessen

Oft begleitet Trauernde die Angst vor dem Vergessen. Zu vergessen, wie der Verstorbene redete, roch, lächelte, aussah. Vielleicht stellst du bereits einige Wochen nach dem Verlust fest, dass du dich nicht mehr an seinen Geruch erinnerst. Die kostbaren Erinnerungen, die du doch festhalten wolltest, verflüchtigen sich immer mehr. Und mit dem Verlust dieser Erinnerungen geht die Angst einher, dass nichts von dem Verstorbenen und eurem gemeinsamen Leben bleibt.


Und was ist, wenn du dich an gar nichts mehr erinnerst? Ist er dann endgültig gestorben? Weg für immer? Du möchtest ihn festhalten und kannst es doch nicht. Zurück bleiben Einsamkeit und Leere. Und oftmals auch Angst und Scham darüber, dass du so schnell vergisst. War denn eure Zeit ein Nichts, dass sich einfach so verflüchtigen kann? Ein Schatten, der verschwindet? Was bleibt dir dann noch? Es fühlt sich an wie eine Flutwelle, eine Katastrophe, die alles, was euch verbunden hat, mit sich reißt.


Dann kann es hilfreich sein, dass du dir diese Angst eingestehst und gegen sie anschreibst. Du kannst alle Erinnerungen notieren. Oder jeden Morgen einen Brief an den Verstorbenen schreiben. Darin kannst du alles, was dich bewegt, auch deine Angst vor dem Vergessen, erfassen. Dieses Schreiben kann dir Erleichterung bringen, genauso wie es die Erinnerungen, von denen du glaubtest, dass du sie verloren hast, zurückholen kann. Probiere es einfach mal aus. Ich unterstütze dich gern dabei.


Achte auf dich.



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