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  • AutorenbildAntje Przyborowski

Abschied vom alten Jahr

2023 ist jetzt schon fast wieder vorbei. Vielleicht brachte es schwere Verluste für dich, vielleicht war es das erste oder ein weiteres Jahr „ohne ...“. Ohne dass, was dir lieb und teuer war, worauf du dich gestützt hast. Vielleicht bist du froh, dass dieses Jahr jetzt zu Ende geht. Nicht mehr daran denken, was passiert ist, wie schmerzhaft alles war. Die Erinnerungen daran verbannen in die hinterste Ecke. Die Stichtage des Abschieds, mit denen das Jahr gespickt war, hinter dir lassen. Wenn das nur alles so einfach wäre.


Andere Menschen feiern jetzt einen Jahresrückblick. Die Zeitungen sind voll davon. Bunte Bilder überall. Die vielleicht gar nichts mit dir zu tun haben, weil du sie gar nicht wahrnehmen konntest in deiner Trauer. Doch magst du überhaupt zurückblicken auf dieses Jahr? Oder besser die Augen verschließen? Alles ausblenden, tief in dir vergraben, nur um nicht überwältigt zu werden vom Schmerz, von Wut, Trauer oder Verzweiflung.


Doch womöglich war dieses zu Ende gehende Jahr für dich auch schon ein besseres Jahr im Vergleich zu den Jahren zuvor. Du hast gelacht, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Du bist neue Wege gegangen, hast dich aus deinem Schneckenhaus gewagt, begonnen, dem Leben wieder zu vertrauen. Vielleicht waren es nur kleine Schritte, vielleicht war auch der Schmerz an den Jahrestagen nicht mehr so groß wie zuvor.


Wie möchtest du dieses Jahr in Erinnerung behalten? Welche Momente waren schön oder weniger schmerzhaft? Was ist dir gut gelungen und was weniger gut? Und wenn da nichts Schönes ist, sondern nur Schmerzhaftes, nichts, woran du dich gern erinnern magst? Dann gehört auch das zu diesem Jahr. 


Achte auf dich.



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