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  • AutorenbildAntje Przyborowski

Dem Schmerz entgegengehen

Kaum jemand mag Schmerzen, egal ob es sich um körperlichen oder seelischen Schmerz handelt. Wir versuchen ihn möglichst zu vermeiden, ihm aus dem Weg zu gehen. Dabei kann sich eine Schonhaltung einschleichen. Wir laufen weniger, weil uns ein Knie weh tut. Wir vermeiden Kontakte zu anderen Menschen, weil wir Angst davor haben, verletzt oder mit einem schmerzhaften Thema konfrontiert zu werden.


Das Gefühl der Trauer ist oft mit großem Schmerz verbunden. Deshalb verwundert es nicht, dass wir versuchen, diesen zu vermeiden. Vielleicht gehst du nicht mehr an Orte, die du mit dem lieben Menschen, den du verloren hast, verbindest. Vielleicht triffst du keine gemeinsamen Freunde mehr, weil dann jedes Mal schmerzhafte Erinnerungen hochkommen. Das ist verständlich und gerade in der ersten Zeit nach einem Verlust durchaus sinnvoll, um dich zu schützen.


Doch nach der akuten Phase kann es besser sein, deinem Schmerz bewusst entgegenzugehen. Denn die Angst vor dem Schmerz kann sich zur Angst vor der Angst verselbständigen, so dass du dich immer mehr verkriechst. Dagegen kann es helfen, dich diesem Schmerz langsam zu nähern. In kleinen Schritten. Bewusst wieder vor die Haustür zu treten. Oder eine gemeinsame Freundin anzurufen. Indem du dem Schmerz bewusst entgegengehst, kannst du ihm Stück für Stück seine Macht über dich nehmen und damit dein Leiden verringern.


Achte auf dich.



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