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  • Antje Przyborowski

Du darfst auch erleichtert sein

Wenn Menschen, die wir lieben, sterben, löst das oft zwiespältige Gefühle in uns aus. So kann sich, wenn zum Beispiel dein Partner nach schwerer Krankheit verstorben ist, neben der Trauer auch ein Gefühl der Erleichterung einstellen. Er muss jetzt nicht mehr leiden. Gleiches gilt zum Beispiel nach jahrelanger häuslicher Pflege. Gerade hier sind die Angehörigen oftmals lange Zeit über ihre Belastungsgrenze gegangen. Sie sind froh, dass diese schwere Zeit zu Ende gegangen ist.


Doch darfst du das überhaupt? Ist es in Ordnung, über einen Tod Erleichterung zu empfinden? Ist das nicht falsch? Ich möchte dich ermutigen, zu deinen Gefühlen zu stehen, auch zu dem der Erleichterung. Gerade dann, wenn die Zeit vor dem Tod mit großen Belastungen für den Verstorbenen und/oder für dich einhergegangen ist. Aber nicht nur dann. Lass all deine Gefühle da sein. Sie gehören zu dir.


Dabei ist es nicht wichtig, was andere Menschen davon halten. Gerade ältere Mitmenschen haben oft eine genaue Vorstellung davon, wie du dich zu verhalten hast. Was du zu tun und zu lassen hast, wenn ein naher Mensch stirbt. Vielleicht unterstellen sie dir sogar, dass du ihn nicht geliebt hast. Lass sie ihre Meinung behalten. Gestehe dir zu, dass deine Gefühle vollkommen in Ordnung sind, auch wenn du sie nicht immer erklären kannst.


Achte auf dich.



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