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  • AutorenbildAntje Przyborowski

Was das Loslassen so schwierig macht

„Jetzt lass doch endlich mal los!“ Diese Aufforderung hören nicht wenige Trauernde von Angehörigen, Freunden, Nachbarn, wenn sie Jahre nach ihrem Verlust immer noch trauern. Doch „Loslassen“ klingt oft für sie wie „fallenlassen“ - „verlassen“ - „allein lassen“ - „im Stich lassen“. Diese mitklingenden Worte sind für Trauernde unerträglich, nicht aushaltbar. Wie soll da das Loslassen eine Alternative zu ihrem Schmerz sein?


Was das Loslassen darüber hinaus so schwierig macht, ist die Angst, dass dann die Verbindung zum Verstorbenen abreißt, dass er endgültig weg ist. Als hätte es ihn nie gegeben. Vielleicht weiß dein Verstand, dass es nicht so ist, dass du ja noch all die guten Erinnerungen an den Verstorbenen hast. Aber das ändert nichts an deinen Gefühlen. Die Angst, dass dir der Verstorbene vollständig entgleitet, kann verstandesmäßig nicht einfach so ausgeschaltet werden.


Stattdessen kann es helfen, dir deiner Gefühle bewusst zu werden. Sie anzunehmen als etwas, das da ist und da sein darf. Du hast jemanden sehr geliebt, der jetzt körperlich nicht mehr bei dir ist. Diese Liebe zeigt sich in deiner Trauer und deiner Angst, ihn – in dem du ihn „loslässt“ – endgültig zu verlieren. Anstatt diese Gefühle zu unterdrücken ist es besser, sie wahrzunehmen, zu fühlen.


Dieses Fühlen kann dir Entlastung und ein Stück mehr Frieden bringen, ohne dass der Verstorbene aus deinem Leben verschwindet. Vielmehr kann er dadurch einen neuen Platz finden, wo es sich für dich gut anfühlt. Eine neue Verbindung kann so entstehen. Wenn du möchtest, unterstütze ich dich gern dabei.


Achte auf dich.



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