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  • Antje Przyborowski

„Zwischen“-Zeit

Jetzt - zwischen Weihnachten und Neujahr – befinden wir uns in einer „Zwischen“-Zeit. Das alte Jahr ist quasi um, das neue noch nicht gestartet. Manchmal fühlen sich diese Tage so an, als sei die Zeit stehen geblieben. Nichts passiert mehr. Nichts verändert sich. Auch Trauer ist so eine „Zwischen“-Zeit: Dein altes Leben ist nicht mehr. Ein Mensch, den du geliebt hast, ist weg. Ein neuer Weg ist aber noch nicht erkennbar.


Stattdessen fühlt sich oftmals alles falsch an. Wie durch Glas erscheint dir vielleicht manches Mal die Welt – verschwommen, nicht greifbar und weit weg von dir. Gefühle können taub oder auch überwältigend sein. Weit weg von „normal“. Dein Leben kann sich wie ein zu enges Kleid anfühlen oder zu kleine Schuhe – nichts passt. Stattdessen drückt es überall, ohne, dass du etwas daran ändern kannst.


Das schwierige an dieser „Zwischen“-Zeit ist, dass du nicht weißt, ob und wann sie jemals endet. Sie kann Monate oder auch Jahre dauern. Ein Alltag kann sie vielleicht manchmal übertünchen. Doch nur du allein weißt, wie es in dir aussieht. Nur du kennst deinen Schmerz, deine Niedergeschlagenheit. Doch diese „Zwischen“-Zeit ist auch ein Teil deines Lebens, den du trotz aller Trauer gestalten kannst. Ich wünsche dir, dass dir das gelingt.


Achte auf dich.



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